Gedanken zur Nacht
Suchte mich die Versuchung heim - tät ich widerstehen?
Suchte mich die Versuchung heim - tät ich widerstehen?
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Ich rief einen Freund an, der aber nicht ans Telefon ging. Kurz darauf bekam ich eine SMS, er könne gerade nicht, er sei dabei den Beischlaf auszuüben. Als ich ihn einige Tage später fragte, warum er beim Vögeln denn SMS verschicken würde und was seine Frau dazu meinte, sagte er, sie hätte gar nichts gemerkt, weil ihr Krimi gerade so spannend gewesen sei.
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Heute traf ich einen ehemaligen Arbeitskollegen. Er lief so, als hätte er starke Rückenschmerzen. Als ich ihn darauf ansprach, erzählte er, er hätte Gelenkrheuma und seine Wirbel wüchsen langsam alle zusammen. Er kann sich nicht mehr bücken, nur unter Schmerzen bewegen und den Kopf kann er auch kaum noch bewegen. Manchmal weiß man gar nicht, wie gut es einem geht.
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Man kann sich ja leider nicht vor jeder gesellschaftlichen Verpflichtung drücken. Also musste ich auch zu einer "gemütlichen" Grillfete. Es stellt sich mir wie folgt dar: Die Männer wollen frisches Fleisch und begucken und begutachten alles mit Kennerblick. Dei Frauen dagegen nehmen diese langen Dinger in die Hand und dann tief in den Mund. An der Salatbar sieht es nicht anders aus. Heißt es sonst "Appetitholen geht überall, aber gegessen wird zuhause!" geht es hier ganz anders zu. Jetzt wird geguckt, was anderswo gegessen wird. Wie macht's die hübsche Nachbarin? Wie macht die scharfe Blonde ihren Salat an - sie macht damit Männer unf Frauen gleich an. Denn sie hat echt eine heiße Sache serviert. Da wird bei jedem probiert, von allem genascht, verbotenes gekostet. Hemmungloses Gruppenschlemmen ist die Folge! Tabuloses austauschen, wie die Frau es denn macht und was der Mann gerne mag. Kartoffelsalat ist nicht gleich Kartoffelsalat und Dip nicht gleich Dip. Ganz klar wird begutachtet, ob die eigenen Sachen angenommen werde, bzw. was liegen bleibt. Was kann befriedigen und was ist nicht gefragt... Warum kann ich sowas nicht viel abgewinnen?
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Wie wahr! Es ist so schwer, alle untern einen Hut zu bekommen.
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Heute kam eine spontane und charmante Einladung zu einer Grillfete. Trotzdem habe ich ebenso spontan, dafür aber nicht sehr charmant abgesagt. Mal unter uns. Ich bin kein Grill-Fan. Totes Tier über Kohle zu schwärzen ist in meinen Augen die uneffektivste Arten, Nahrung zu garen. Der größte Teil der Wärme geht ungenutzt in die Luft und es wird grundsätzlich zuviel Kohle genommen. Der Grill ist somit noch lange, nachdem alle satt sind, noch heiß. Von der Verletzungsgefahr reden wir besser gar nicht. Wie dem auch sei. Leider habe ich einer guten Bekannten etwas vor den Kopf gestoßen, was mir im Nachhinein fast leid tut. Als zweite mangelhaft Ausrede konnte ich nur anbringen, dass der Weg etwas weit gewesen wäre und ich tatsächlich schon andere Pläne hatte, die schlecht zu ändern gingen. Doch davon erzähle ich nichts. ;-) Das ist unheimlich geheim.
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20:17
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Wer wirklich mal Spaß haben möchte, taucht einen Finger in Sambal Olek, lutscht den ab und reibt sich anschließend die Augen. Have a nice time!
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Früher, als ich noch jung war - gab es noch peinliche Verhöre. Folterknechte trieben einem Nägel unter die Nägel, zwackten Zehen mit glühenden Zangen ab, spannten einen auf die Streckbank oder durchbohren Muskeln mit langen Eisenstiften. Heute nennen die sich Zahnarzt und bekommen gut bezahlt. Dafür haben die sich auf eine Sache spezialisiert. Es geht nur noch um Mund und Zähne. Da kann man mit kleinen Effekten schon große Schmerzen verursachen. Der Patient zahlt gerne. Gerade habe ich eine halbe Stunde bei einer "professionellen Zahnreinigung" verbracht. Es war nicht unangenehm, es tat weh. Der ganze Mund blutete. Soll das so?
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Heute wollte ich ja zur Kirche. Den Feiertag feiern. Ist ja so, wenn man die Feiertage nicht nutzt, werden sie irgendwann gestrichen. Man denke nur an den Buß- und Bettag. Aber als ich vor verschlossener Tür stand, fiel mir ein, dass die gottlosen Kommunisten ja gar keine Gottesdienste feiern, sondern lieber den ganzen Tag im Gleichschritt durch die Innenstadt marschieren und ihre rückwärtsgewandten Parolen brüllen. Mit dem Brüllen habe ich es nicht so. Dafür hänge ich gleich die frisch gewaschenen roten Handtücher raus. Soll keiner sagen, ich hielte den Tag der Arbeit nicht in Ehren!
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Was tut man am Wochenende, wenn nichts anliegt und auch nichts los ist? Ich nahm meinen Wanderstecken, den Schlafsack und ging zur "Scheune". Das ist ein Heuhotel, wo man - der Name sagt es ja bereits - auf dem Heuboden im Heu schläft. Nicht nur das; Sonn- und Feiertags ist der alte Stall für Kind und Kegel geöffnet; kleine und große (und auch ganz große) Kinder können nach Lust und Laune, toben, springen und Höhlen bauen. Die gesetzeren Herrschaften essen derweil gutbürgerliche Sahneschnitten. Es ist also reichlich Platz und wenn die Tagesgäste gegangen sind, finden sich die Verblieben noch zu einem kleinen Umtrunk und ein wenig Geselligkeit zusammen. Nicht überall im Land ist es sonnig und schön. Der Wind zog hier und da durch die Ritzen und kalt war es außerdem. Kein Wunder, dass man hier und da zusammenrückte. Die einen und die anderen verstanden sich besser, andere noch besser, und auch ich hatte ein wirklich anregendes Gespräch. Es wurde ein wenig Wein geleert, ein wenig mehr - vielleicht. Es kam, wie es kommen musste - es gab reichlich Platz und so nette kleine Hütten in der Scheune verteilt.
Entschuldigt bitte die lausige Qualität, aber mein Handy ist vorsinflutlich. Die Gelegenheit war günstig, die Laune gehoben. Doch war es, was ich wollte? Geschickt und charmant lenkte ich ab. Bog ab, was hätte kommen können. Kroch später alleine in meinen kalten Schlafsack, den ich nun alleine wärmen musste und legte meinen Kopf allein auf mein Kissen. Entspannt und guter Dinge schlief ich alleine ein. Träumte von meinem Auto und einer SMS, auf die ich gewartet habe. Entspannt wachte ich des Morgens auf. Eine gewisse Person guckte mich beim Frühstück nicht mal mit dem A*sch an. Seltsam, wo ich nichts versprochen, keine Hoffnung geweckt und ganz unverbindlich gewesen bin. Zumindest weckte mich nicht die Kälte des Morgens und ein schaler Nachgeschmack leichtbekleidet in der kalten Scheune, sondern der Tag begann züchtig bedeckt in meinem kuscheligen Schlafsack. Nach dem Frühstück packte ich meine drei Siebensachen und ging unbeschwert meines Weges. Lass den anderen ihre Sorgen und - so sie es finden - ihr Vergnügen. Ich habe meine. PS: Blogger scheint nicht mehr auf die Entertaste zu reagieren! Der Test ist eigentlich hübsch gegeliedert gewesen. Aber was kann man von Google und "kostnix" auch schon erwarten?
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Morgens sehe ich oft die gleichen Autofahrer. Da ist der junge Kerl mit spärlichem Bart in seinem alten fünfer BMW, der Mercedes vom Tierhandel im Nachbardorf, der nicht so zu rasen bräuchte, wenn er fünf Minuten früher losführe. Die Tante im Volvo V70, die auch bei trockner Straße nicht schneller als 65 fährt, der Rollerfahrer, der vorbildlich eine Warnweste trägt und viele andere mehr. Ob die mich auch wahrnehmen? Oder fahren die einfach nur so vor sich hin und bemerken nicht, wer da sonst noch so auf der Straße unterwegs ist?
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09:27
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Ab heute esse ich nur noch Trennkost! Erst die Schokolade abknabbern, dann das Marzipan.
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09:00
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